Wir baten – unter 2Gplus-Bedingungen – zur Factory Lounge mit dem Thema „Die Zukunft der Medizin“ in den historischen Hörsaal des Kaiserin-Friedrich-Hauses am Robert-Koch-Platz und konnten dazu drei herausragende Medizin-Experten zum Podiumsgespräch  begrüßen:

Professor Dr. Heyo Klaus Kroemer ist Pharmazeut, Pharmakologe und Hochschullehrer und seit 1.9.2019 Vorstandsvorsitzender der Charité.

Dr. Jasper zu Putlitz ist Arzt, Wissenschaftler und Manager sowie Operating Partner der Beteiligungsgesellschaft Triton.

Professor Dr. Mazda Adli ist Stressforscher, Psychiater und Hochschullehrer an der Charité sowie Chefarzt der Fliedner Klinik am Gendarmenmarkt.

Verena Khadjavi-Gontard moderierte den Abend und das Gespräch.

Vera Gäde-Butzlaff, die Vorsitzende der Bürgerstiftung Berlin, begrüßte die Podiumsgäste, das Publikum und die Zuschauer an den Zoom-Bildschirmen in unserem „hybriden“ Veranstaltungsformat. Zudem dankte sie unseren Förderern und Mitveranstaltern, Sascha Köckeritz und Frank-Peter Adam von der Braunschweiger Privatbank, für die Ermöglichung des Abends – sowie Verena Khadjavi-Gontard (ehemals Werhahn) für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz als Kommunikationsvorstand der Stiftung und Gestalterin der Reihe „Factory Lounge“.

Mit einem Impulsvortrag präsentierte Jasper zu Putlitz anschließend einige bahnbrechende Entwicklungen in der Medizin, darunter die personalisierte Krebs-Medizin, das Operieren mit Robotern, die präzise Gen-Therapie, Exoskelette, die digitale Therapie und virtuelle Assistenten. Angelehnt war der Vortrag an das Buch „Die Zukunft der Medizin. Disruptive Innovationen revolutionieren Medizin und Gesundheit“, das zu Putlitz 2019, zusammen mit Erwin Böttinger, herausgegeben hat.

Das folgende Podiumsgespräch spannte, ausgehend von dem inspirierenden Vortrag, einen breiten Bogen über die Entwicklungen mit Blick auf die Medizin der Zukunft: Welche Erkenntnisse können aus den bisherigen Erfahrungen mit der Pandemie gewonnen werden? Sind wir für die „Vierte Welle“ genügend  gerüstet? Ist die Medizin hierzulande ausreichend digitalisiert und auf morgen vorbereitet?

Hinsichtlich der Digitalisierung sieht der Charité-Chef Heyo Kroemer Nachholbedarf. Mit der digitalen Erfassung aller Impfvorgänge sei uns beispielsweise Israel einen großen Schritt voraus und könne damit den Status der „Durchimpfung der Bevölkerung“ transparenter verfolgen.

Auch den demografischen Wandel hält Kroemer für eine zentrale Herausforderung an unser  Gesundheitssystem, da zunehmend mehr Menschen von der  Leistungserbringer- auf die Leistungsempfängerseite wechselten. Fragen des Ärzte-Mangels und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Charité in der Forschung beschäftigen die Podiumsteilnehmer darüber hinaus.

Mazda Adli konnte als Stressforscher und Psychiater einiges zu den seelischen Begleiterscheinungen der Pandemie ergänzen: Insbesondere in der jungen Bevölkerung sei ein Anstieg an psychischer Belastung zu verzeichnen. Hinsichtlich einer zunehmenden Entfremdung durch Digitalisierung konnte der Stressforscher jedoch Mut und Hoffnung machen: Digitale psychotherapeutische Angebote seien eine Chance, der erheblichen Unterversorgung der ländlichen Bevölkerung zu begegnen. Die Digitalisierung sei zugleich eine Möglichkeit, mehr Zeit für den Patienten zu gewinnen und der sprechenden Medizin wieder mehr Raum zu geben.

Auch für Fragen aus dem Publikum und von den Zoom-Teilnehmern nahmen sich die Experten noch Zeit. – Unter den Zuhörern war auch Karl Max Einhäupl, der ehemalige Vorsitzender der Charité.

Die vollständige Veranstaltung kann unter folgendem Videolink aufgerufen werden:

https://youtu.be/UzPfyKPvO-8

Unter diesem weiteren Link finden Sie auch den aktuellen Artikel von Dr. Elisabeth Binder, „Redakteurin für besondere Aufgaben“ beim Berliner TAGESSPIEGEL, zu unserer zurückliegenden Factory Lounge:

 Pressespiegel (buergerstiftung-berlin.de)

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